G'Day
nun die Zeit hat es mir seit langem mal wieder erlaubt einen Blogeintrag zu verfassen und zwar den, den ich schon am Ende letzten Jahres in "Rutscht nicht aus!" angekündigt habe. Diesmal ist es nicht gesellschaftskritisches, denn ich habe mir gedacht man muss ja nicht immer nörgeln und sich beschweren. Also dann starten wir mit Frohsinn und Heiterkeit in das Thema:
Ich möchte euch gerne von einem Restaurant berichten, welches ich vor einiger Zeit besuchte, an dieser Stelle sein angemerkt das es in keinster Weise eine Restaurantkritik ist, sondern ... nun ja ... sagen wir mehr eine Empfehlung.
Es handelt sich um das "Mondschein" in Leipzig und es ist ein so genanntes Dunkelrestaurant. Für die denen das kein Begriff ist: Nun in dem Falle heisst dunkel nicht das es dort dunkel wie Cola oder meine Seele ist, nein es heisst richtig dunkel, verdammt dunkel um exakter zu werden und für die Tierfreunde: So dunkel wie im Bärenarsch! Man sieht im Speiseraum die Hand vor Augen nicht und das ist keine Übertreibung. Jetzt kommt die Frage auf wie man denn da sein Essen bestellt, aber dafür haben die Leute vom Mondschein eine durchaus praktische Lösung gefunden, ich beschreibe mal eben wie es dort abläuft:
Ihr betretet zunächst das Restaurant und somit den Vorraum zum Speiseraum - hier findet ihr eine Bar bzw. Lounge vor, recht hübsch und modern eingerichtet. Nachdem man sich gesetzt hat erhält man die Karte auf der man nicht die übliche Menüform entdecken wird, sondern lediglich mehrere Viergang-Menüs die recht malerisch umschreiben was euch denn erwarten könnte. Man weiß lediglich das es die Menüs in Fleisch, Fisch und Vegetarisch unterteilt sind - immerhin. Ansonsten kann man nur erahnen oder raten was einen dort erwarten könnte. So dann, ihr bestellt das gewünschte Menü und werdet dann von einem/er Kellner/in in den Speiseraum geführt. An der Stelle will ich nichts weiter dazu sagen, denn ihr sollt ja selbst mal hingehen und euch das ansehen. Es sei nur soviel noch verraten, das man während des Essens eigentlich nur vier Sachen im Kopf hat:
1. "Wie sieht der Raum aus?"
2. "Putzen die den überhaupt? Ist ja eh immer dunkel?"
3. "Wie schafft es der Kellner sich so gut zurecht zu finden?"
4. (Und das wohl wichtigste:) "Was ess' ich gerade?"
Ja der vierte Punkt ist wirklich Kern der Sache weil man sich mal wirklich auf das Essen konzentriert (neben der Tatsache überhaupt im Dunkeln mit Besteck zu Essen!). Das ist ja auch das Ziel eines Dunkelrestaurants, neben dem Spaß an der Freunde und an so etwas Ungewohntem. Keine Straßengeräusche die dich ablenken, keine laute Musik, keine Passanten die am Fenster vorbei gehen und keine Deko die einem so ins Auge
sticht, das es schon weh tut.
Zu meiner Schande muss ich zugeben, das ich es irgendwann leid war dauernd mit der Gabel ins Leere zu stechen oder die große Seite des Steaks immer aufzuspießen und habe mit den Fingern gegessen - zum Glück gab's Servietten. Zu meiner Freude durfte ich jedoch feststellen das ich mich nicht bekleckert habe.
Fazit:
Die Reise und das Geld ist es wirklich wert und neben der Erfahrung an sich erhält man sogar gutes Essen oben drauf!
PS: Ihr findet mehr Informationen und die Adresse hier, auf dem Internetauftritt des Restaurants.